Beim Event haben Lehrpersonen von Regisseur:innen, Schauspieler:innen und Filmbildungsexpert:innen gelernt, wie sie Film in ihren Unterricht bringen. Mit praktischen Tipps, exklusiven Einblicken in die Filmwelt und inspirierenden Impulsen.
Filmbildungsevent an den Solothurner Filmtagen 2026
Am 24. Januar 2026 im Alten Spital Solothurn an den Solothurner Filmtagen
Film at School war an den Solothurner Filmtagen – mit einem grossen Filmbildungsevent. Toll, dass du dabei warst!
Praxisnahe Workshops und intensiver Austausch mit Schweizer Filmgrössen – das war das Filmbildungsevent 2026!
Das waren die Workshops
Das war das Herz des Filmbildungsevents: Spannende Workshops zu Filmbildungsthemen, mit Expert:innen aus der Filmbranche.
«Hallo Betty» im Klassenzimmer: Filmanalyse mit dem Regisseur Pierre Monnard über seinen neuen Film «Hallo Betty»
Wir haben den Regisseur persönlich getroffen! Pierre Monnard nahm die Teilnehmenden mit hinter die Kulissen seines Films «Hallo Betty» – der Geschichte von Emmi Creola und der Entstehung der Kultmarke Betty Bossi.
Das war der Workshop:
- Filmanalyse direkt mit dem Regisseur anhand ausgewählter Szenen aus seinem neuesten Film (ab November 2025 in den Kinos)
- Tiefgang in Kleingruppen zu den grossen Themen: Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Selbstverwirklichung, Emanzipation und das Frauenbild im Umbruch
- Zeitreise in die Schweiz der 1950er Jahre – und Brücken zur Gegenwart
- Praxistools für deinen Unterricht: Monnard stellt dir das hochwertige Schuldossier der PHLU sowie das interaktive Videobook vor – nützliche Vor- und Nachbereitungstools für dich und deine Lernenden
Im Workshop haben wir von einem der erfolgreichsten Schweizer Regisseure der Gegenwart gelernt. Pierre Monnard gab Einblicke in seine künstlerischen Entscheidungen und die Realität grosser Schweizer Spielfilmproduktionen. Dieser Workshop richtete sich insbesondere an Lehrpersonen der Stufen Sek I und Sek II.
Pierre Monnard
Pierre Monnard ist Schweizer Regisseur und Drehbuchautor, einem breiten Publikum bekannt für den Kinofilm «Platzspitzbaby» und die Fernsehserien «Wilder» und «Neumatt». Für seinen Film «Bisons» gewann er 2024 den Schweizer Filmpreis in drei Kategorien.
Filme und Identität zwischen Instagram und Realität mit Regisseurin Susanne Regina Meures über ihren Film «Girl Gang»
Wie authentisch sind wir in den digitalen Medien? In diesem Workshop sind wir mit der renommierten Dokumentarfilmerin Susanne Regina Meures in die komplexe Welt von Authentizität und Identitätskonstruktion eingetaucht – sowohl auf Instagram als auch im Film.
- Gemeinsam mit der Regisseurin analysierten die Teilnehmenden ausgewählte Szenen aus ihrem Dokumentarfilm «Girl Gang».
- Die Lehrpersonen haben Einblicke in ihre filmischen Entscheidungen erhalten: inhaltlich, ethisch und ästhetisch.
- Wir haben die Herausforderungen einer Regisseurin im Umgang mit sensiblen Themen kennengelernt,
- und mit Susanne Regina Meures über die Konstruktion von Identität in sozialen Medien und im Dokumentarfilm diskutiert.
Im Workshop haben wir konkrete Impulse erhalten, wie wir die Themen sensibel, kritisch und alltagsnah in deinem Unterricht bringen. Ein Workshop, der hilft, mit den Schüler:innen über die grossen Fragen unserer Zeit zu sprechen: Wer sind wir wirklich, und wer wollen wir sein? Dieser Workshop richtete sich an Lehrpersonen der Stufen Sek I und Sek II.
Krankheitsbedingt ausgefallen. Als Ersatz kam Liva Vonaesch, Filmregisseurin («Home is the Ocean»)
Susanne Meures
Susanne Meures ist eine deutsche Filmregisseurin, bekannt für den Dokumentarfilm «Raving Iran», für welchen sie zahlreiche Auszeichnungen gewann. Nach einem Studium der Fotografie und Kunstgeschichte am Courtland Institute of Art in London studierte sie Film an der ZHdK. Ein Schwerpunkt ihrer dokumentarischen Arbeit ist der Alltag junger Menschen, die in den sozialen Medien aktiv sind. Für den Film «Girl Gang» gewann sie den Zürcher Filmpreis.
Ich sehe was, was du nicht siehst: mit Film im Unterricht den Blick schärfen mit Dominic Bretscher und Manuel Vogelsang
Wie bringst du deine Klasse dazu, nicht nur zu schauen, sondern wirklich zu sehen? In diesem Workshop sind die Teilnehmenden in die faszinierende Sprache des Films eingetaucht und entdeckten, wie visuelle Erzähltechniken und filmische Mittel die Schüler:innen begeistern können.
Das war der Workshop:
- Die wichtigsten filmanalytischen Begriffe für den Unterricht
- Praktische Methoden zur Filmuntersuchung mit deiner Klasse
- Wie man jeden Film didaktisch aufbereiten kann
- Filmische Mittel erkennen und vermitteln
Ein besonderer Fokus lag in diesem Workshop auf dem Thema Identität: Filme bieten ideale Zugänge, um Fragen nach persönlicher, sozialer oder kultureller Identität zu thematisieren. Die Lehrpersonen haben erfahren, wie sie im Unterricht filmische Darstellungen von Identität reflektieren und als Ausgangspunkt für Diskussionen über Selbst- und Fremdbilder, Zugehörigkeit und Diversität nutzen können.
Dominic Bretscher und Manuel Vogelsang
Dominic Bretscher und Manuel Vogelsang unterrichten seit vielen Jahren Filmanalyse und haben mit Unterstützung des Innovationsfonds des Digital Learning Hubs Sek II das frei verfügbare Webtool filmanalyse.ch entwickelt. Sie setzen Film seit vielen Jahren in ihrem Deutsch- bzw. Englischunterricht als Reflexionsmedium ein.
Digitale Filmanalysetools im Unterricht mit Filmemacherin Bettina Eberhard zu den Filmen «Stiller», «Zirkuskind» und «Jeunes Mères»
Wir haben digitale Filmanalysetools kennengelernt und setzten sie direkt in den Unterricht ein! In diesem praxisorientierten Workshop arbeiteten die Teilnehmenden mit den Filmen «Stiller», «Zirkuskind» und «Jeunes Mères» und entdeckten, wie Schüler:innen sich eigenständig mit Themen wie Identität und Authentizität auseinandersetzen können.
Das war der Workshop:
- Hands-on Training mit Kinokultur-Tools und «Lichtblick»
- Entwicklung eigener Unterrichtsimpulse anhand von Filmsequenzen
- Sofort einsetzbare, interaktive Lernbausteine
- Kreative Methoden für lebendige Filmbildung
Unter der Leitung von Filmbildungsexpertin Bettina Eberhard entwickelten die Lehrpersonen in diesem Workshop konkrete Ideen für kritischen, interaktiven und kreativen Filmunterricht.
Bettina Eberhard
Bettina Eberhard ist Leiterin der Geschäftsstelle Deutschschweiz bei Kinokultur. Sie ist Künstlerin und Filmemacherin mit langjähriger Erfahrung als Kunst- und Kulturvermittlerin an Schulen. Sie hat an der University of London (Goldsmiths) und an der Kunsthochschule Köln Kunst und Kunstvermittlung studiert.
Das Rahmenprogramm
Der Tag startete mit einem Filmbildungstisch und der Begrüssung auf der Hauptbühne. Dann gab die bekannte Schauspielerin Sarah Spale («Wilder», «Platzspitzbaby») einen Einblick in ihre Arbeitsweise und Darstellung der Erfinderin von Betty Bossi im neuen Film von Pierre Monnard «Hallo Betty». Zwei Workshoprunden später haben wir den Tag in geselliger Runde bei einem Apéro ausklingen lassen – und sind mit Regisseur:innen, Filmbildungsexpert:innen, Schauspieler:innen und Lehrpersonen ins Gespräch gekommen.
Sarah Spale
Sarah Spale fand als Schauspielerin für ihre Darstellung von Catarina Mendez in der Literaturverfilmung «Nachtzug nach Lissabon» international Beachtung. Für die Hauptrolle im Film «Platzspitzbaby» von Pierre Monnard gewann sie 2021 den Schweizer Filmpreis. Für ihre Rolle in der Fernsehserie «Wilder» gewann sie den Prix Swissperform. In ihrem neuesten Film «Hallo Betty» verkörpert sie die Hauptfigur Betty Bossi.